
Die Idee
Anfang 2012 schlossen sich Urte und Ralf Randel zum griechisch-deutschen Gemeinschaftsprojekt „Platanenblatt“ zusammen. Ihr erster Partnerbauer war Prokopis Bantzis.
Um den ursprünglich gemeinschaftsbildenden und sozialen Aspekt der Olivenölherstellung wiederzubeleben, fließen Sofortspenden aus dem Verkauf des Olivenöls in den gemeinnützigen Verein Platanenblatt e.V., der mit dem Geld einen freien, inklusiven Bildungsort im Olivenhain finanziert.
Diese Grundidee – eine persönliche Partnerschaft zwischen einer Erzeugerfamilie und einer Gemeinschaft, die ihre Ernte gemeinsam trägt – ist bis heute der Kern von Platanenblatt. Mit der Ernte 2026/27 beginnt dabei ein neues Kapitel. Mehr dazu in unseren Neuigkeiten →
Erweiterte Solidarische Landwirtschaft
Beginnend mit der Ernte 2013/14 wurde das Projekt als Initiative der erweiterten solidarischen Landwirtschaft weiterentwickelt.
Der Grundgedanke ist, dass eine Gruppe von Menschen die Abnahme der Erzeugnisse eines Bauern garantiert und die Ernte vorfinanziert. Alle teilen sich die damit verbundene Verantwortung und die Ernte.
Die Mitglieder erhalten frisches Bio-Olivenöl und eine persönliche Beziehung zu ihrem Bauern. Der Bauer erhält eine seine Arbeit tragende und unterstützende Gemeinschaft und ein gesichertes Einkommen.
So können wir auch nicht-regionale Erzeugnisse verantwortlich und nachhaltig herstellen und in den bewussten Konsum einbeziehen.
Dein Ernteanteil – dein Olivenöl
Dein Anteil an der Ernte auf der Peloponnes ist im besten Fall dein Jahresbedarf an allerbestem Olivenöl. Bio aus Überzeugung, Oliven aus nur einem Hain (kein Verschnitt), von Hand geerntet und mit Sorgfalt und Liebe sofort weiterverarbeitet. Was ihr bekommt gibt's in keinem Supermarkt – ein Olivenöl, dass konsequent auf optimale Qualität hin erzeugt wurde.
Warum Platanenblatt?
In vielen Dörfern Griechenlands steht seit Generationen eine Platane auf dem zentralen Platz. Unter ihrem weit ausladenden Blätterdach traf man sich, tauschte Neuigkeiten aus, feierte und verbrachte die heißen Stunden des Tages im Schatten. So wurde die Platane weit mehr als nur ein Baum: Sie wurde zum Mittelpunkt des Dorflebens – zu einem Zeichen für Gemeinschaft, Beständigkeit und Heimat.
Manche dieser Platanen begleiten ihre Dörfer seit Jahrhunderten. Generationen kommen und gehen. Der Baum bleibt.
Das Schulprojekt
Schülerinnen und Schülern ermöglichen wir, den Olivengarten als freien, inklusiven Bildungsort zu nutzen.
Die neue Umgebung kann Entwicklungsprozesse beeinflussen. Durch das Verlassen der angestammten Lebenswelt werden Routinen, die das alltägliche Handeln strukturieren, unterbrochen. Neuordnungsprozesse werden notwendig und neue Entwicklungen möglich.
Dieses Projekt liegt uns besonders am Herzen – deshalb entwickeln wir es gemeinsam mit Theo und seiner Familie weiter, damit der Olivengarten auch an seinem neuen Ort auf der Peloponnes Kindern und Jugendlichen als freier und inklusiver Bildungsort zur Verfügung stehen wird.

Jugendliche aus Deutschland bei der Ernte im Olivenhain – unserem Freien Bildungsort.

Links: Ralf verkostet das gerade gepresste Olivenöl. Rechts: Theo stellt das Demeter-Präparat Hornmist her.

Urte mit Schülerin im Olivenhain.